![]() | Hans
Waldmann (1435-1489) wurde in Blickensdorf als Bauernsohn geboren. Das Geburtshaus ist abgebrannt, aber ein Brunnen steht noch. Die neue Sporthalle in der Nähe heisst Waldmann-Halle. In jungen Jahren zog Waldmann nach Zürich und wurde Bürgermeister. Bei der Fraumünsterkirche in Zürich zeigt ein Denkmal Hans Waldmann zu Pferd. |
1473
Wahl
ins Zunftmeisteramt und auch in den Kleinen Rat
1476 - 1477
Burgunderkriege.
Feldzüge Karls des Kühnen, Herzog von Burgund, gegen Bern, das von
den Eidgenossen und Herzog Rene von Lothringen im Abwehrkampf unterstützt
wird.
Am 2. März 1476 Schlacht bei Grandson.
Am 22. Juni 1476 Schlacht
bei Murten, bei der Karl der Kühne entscheidend geschlagen wird.
Die
etwa 2000 an der Schlacht teilnehmenden Zürcher werden von Hans Waldmann
geführt.
Bei der Schlacht fallen angeblich etwa 20'000 Burgunder und
nur 1'000 Eidgenossen.
Am 15. Januar 1477 Schlacht bei Nancy, bei der Karl
der Kühne den Tod findet.
1477
Der Rat von Zürich beschliesst
unter Bürgermeister Hans Waldmann die Wasserkirche abzubrechen und an ihrer
Stelle eine spätgotische Kirche zu bauen.
1483
Hans Waldmann wird Bürgermeister von Zürich.
1487-1489
Er
bewohnte die später nach ihm benannte Hans Waldmanns-Burg oberhalb Dübendorf
(heute ein Restaurant, die Burgruine im Besitz der Zunft zum Kämbel, Zürich).
Hans
Waldmann besass auch Ländereien in der Nähe von Zumikon (Gösslikon).
1489
Er kämpfte gegen den Luxus und erliess strenge Sittengesetze, hielt
sich aber selbst nicht daran.
Zielbewusst, aber rücksichtslos, suchte
er die Herrschaft der Stadt über das Landvolk zu festigen.
Er schuf sich immer mehr Feinde und wurde danach auf Druck der Landbevölkerung Zürichs am 5. April durch Enthaupten hingerichtet.
1627
Schon bald nach
der Hinrichtung setzten die Versuche ein, Waldmann zu rehabilitieren.
Dies
ging bis zu angeblichen Wunderzeichen bei der Öffnung von Waldmanns Grab
im Jahr 1627.
Solche späteren Quellen boten dann den Kern für Waldmanns
Heroisierung im 19. Jahrhundert.